MIND THE GAP! ART & BEAT REVISED

Lentikular als Auftrag

Das Museum für konkrete Kunst hat uns den Auftrag erteilt, ein exklusives Präsent für die Besucher bei der Vernissage zu gestalten. Aufgrund unserer vorherigen Veranstaltung mit einer Lichtinstallation war es offensichtlich, um dies zu toppen, muss das dieses Mal etwas noch Außergewöhnliches her. Daher entschieden wir uns rasch für die Umsetzung von Lentikularbildern.

Die Herausforderung

Wir haben beschlossen, bei der Ausstellungseröffnung Gästeporträts zu machen und direkt auszudrucken. Die Bilder sollen durch Bewegung mit einem interessanten Hintergrund lebendig werden. Dieser Prozess ist äußerst komplex und erfordert normalerweise eine Lieferzeit von bis zu einer Woche bei spezialisierten Unternehmen. Unsere Zielsetzung war es jedoch, den Gästen ihre Bilder noch am Tag der Vernissage aushändigen zu können. Somit bestand die Herausforderung darin, nicht nur Porträts anzufertigen; vielmehr mussten diese auch freigestellt werden sowie in einem Programm mit fünf Schichten geladen werden - anschließend erfolgte der Druck und abschließend das Kaltaufkleben innerhalb eines Zeitfensters von lediglich vier Minuten.

Repro

Repro von den Werken der Künstler, die im Museum für Konkrete Kunst aufgestellt wurden.

In der Abfolge von links aus; (1) Jacob Dahlgren, (2) Esther Stocker, (3) Jan van Ploege, (4) Katharina Hinsberg und (5) Marco Casentini

Photoshop Ebenen

Die Kunstwerke von Jacob Dahlgren, Esther Stocker, Jan van Ploege, Katharina Hinsberg und Marco Casentini wurden in 5 Ebenen zerlegt, um die unterschiedlichen Druckebenen vorzubereiten.

Druckvorstufe

Screen = 49,935 LPI
X Dimension = 100 + 2x0 + 2x5 mm
Y Dimension = 100 + 2x0 + 2x5 mm
Data Resolution = 196,5944882 Pixel per cm
Data Resolution = 499,3500000 Pixel per inch
[Frames] = 10
[Result width, pixel] 2163
[Result height, pixel] 5995

Wie jetzt genau?

Um das Ganze besser zu erklären, habe ich zwei Videos erstellt, in denen man sehen kann, wie alles funktioniert.

2mm

Ganz genau 2 mm war der Spielraum, der uns beim Kleben zur Verfügung stand, damit das Plastikglas, was wir auf dem gedruckten Bild gepresst haben, den gewünschten Effekt hatte, um das Bild zum Animieren zu bringen. In gleicher Weise erforderte der Fotodrucker äußerste Präzision. Wir haben die Bilder mit einer Auflösung von 1200 dpi auf 400 g/m² Fotopapier gedruckt, um jegliche Störungen oder Abweichungen während des Herstellungsprozesses zu vermeiden.

116 Gästeporträts bei der Ausstellungseröffnung

Die gesamte Vernissage erstreckte sich über einen Zeitraum von 4 Stunden, in dem es uns gelang, tatsächlich 79 Bilder vor Ort zu erstellen. Somit betrug unsere durchschnittliche Bearbeitungszeit ungefähr 3 Minuten vom Anmeldevorgang bis zum Ausdrucken und abschließenden Kaltschweißen des Bildes auf Plexiglas. Die verbleibenden 37 Bilder wurden am folgenden Tag nachgereicht und konnten durch Vorlage eines Abholscheins im Museum für konkrete Kunst abgeholt werden.